Kino und Fernsehen

Hoffentlich kehrt Pierce Brosnan als älterer Bond zurück

Es gibt so Momente, wo man sich schnell wieder in die eigene Jugend zurückversetzt fühlt, ganz ohne dass man das bewusst sucht. So ging’s mir letztens, wie ich durch Zufall in ein Video vom Jonathan Ross Show reingekippt bin. Zu Gast war Pierce Brosnan, mein mit Aaaaaabstand absoluter Lieblings-Bond. Und plötzlich war ich wieder 15, mit Chips auf der Couch, gespannt wie ein Regenschirm, wie 007 diesmal die Welt rettet. Haha. Good old times!

Pierce sitzt da, ganz entspannt, charmant wie eh und je, und erzählt über seine Zeit als James Bond. Lustig, weil ich auch erst vor kurzem über James Bond gebloggt habe. Und obwohl er schon seit Jahren raus ist aus der Rolle, merkt man sofort: Die Figur ist noch immer ein Teil von ihm. „Er ist mit mir fürs Leben“, sagt er. Und man glaubt ihm das. Bond ist kein Job für ihn gewesen, sondern ein Lebensabschnitt, der ihn als Mensch und Schauspieler geprägt hat.

Was mir besonders im Kopf geblieben ist, war, wie er von dieser Szene erzählt, wo er mit dem Speedboot die Themse entlangdüst. Ich kann mich noch erinnern, wie spektakulär das damals war. Aber zu hören, wie gefährlich das wirklich war, mit Sauerstoffflaschen und allem drum und dran, da kriegt man Gänsehaut. Und dann hat er sich auch noch verletzt, als sie eine Szene gedreht haben, wo er mit dem Boot in ein Restaurant kracht. Holzsplitter im Gesicht, ab ins Krankenhaus, genäht, und zack, weitergedreht. Wahnsinn.

Natürlich kommt irgendwann die Frage: Wird er nochmal als Bond zurückkehren? Vielleicht als ältere Version, mit grauen Schläfen, aber noch immer schneidig wie eh und je? Brosnan sagt, es hat ihn noch niemand angerufen, aber „sie wissen, wo sie mich finden“. Und in dem Moment dachte ich nur: Bitte, ruft ihn an! Stellt euch mal vor, ein Bond, der nicht mehr rennt wie ein 25-Jähriger, aber mit der Lebenserfahrung und Coolness eines Mannes, der schon alles gesehen hat. Wie genial wär das?

Er hat auch erzählt, wie er damals mit Daniel Craig gesprochen hat, als der die Rolle übernehmen sollte. Kein Neid, kein Groll. Einfach nur ein „Wenn du’s machst, dann zieh’s durch“. Das sagt so viel über ihn aus. Kein Drama, kein Ego. Einfach nur ein echter Gentleman.

Und über die Gerüchte, dass Aaron Taylor-Johnson der nächste Bond sein könnte, hat er auch was gesagt. Er hält viel von ihm, sie haben mal gemeinsam in einem Film gespielt. Und ja, Taylor-Johnson hätte schon das gewisse Etwas. Aber ganz ehrlich? So neugierig ich auf den neuen Bond bin, mein Herz schlägt noch immer für Pierce.

Ich weiß, für viele ist Bond einfach nur Popcorn-Kino. Aber für mich war’s mehr. Es war ein bisschen Eskapismus, ein bisschen Tagtraum. Und Brosnan war genau der richtige Typ dafür: elegant, witzig, mit einer Prise Melancholie.

Ob er nochmal die Walther PPK zieht? Keine Ahnung. Aber eins ist sicher: Für mich war er der coolste Bond. Und ich würd’s lieben, ihn nochmal zu sehen. Diesmal vielleicht mit Falten im Gesicht, aber immer noch mit diesem Blick, der sagt: „Ich hab alles im Griff.“

Vielleicht tut sich ja doch noch was. Vielleicht trauen sie sich und bringen eine Version von Bond, die ein bissl tiefer geht, ein bissl reifer ist. Ich würd’s feiern. Und ich glaub, viele andere auch.

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