Berichtenswertes Youtube Fundgrube

Ein Youtuber gab 800.000 Menschen Zugang zu seinem Netflix

Ich bin mir 100% sicher, jeder kennt das. Du gibst wem deinen Netflix-Zugang und auf einmal schaut die halbe WG „Bridgerton“ mit deinem Profil. Plötzlich ist dein Algorithmus komplett im Eimer. Aber jetzt stell dir jetzt vor, du machst das nicht nur für eine Person, sondern für 841.709 Menschen. Genau das hat Braden Boyko gemacht. Auf was für Ideen manche Leute kommen, crazy.

Also, ich sitz da letztens am Abend, wollt eigentlich nur kurz meine Mails checken, und plötzlich springt mir dieses Youtube-Video ins Auge: „Ich hab meinen Netflix-Account mit 800.000 Leuten geteilt“. Zuerst hab ich geglaubt, das wär ein Scherz. Typischer Internet Clickbait halt. Aber nein, der Typ meint das ernst. Braden Boyko, ein YouTuber mit über 10 Millionen Followern, hat tatsächlich ein Foto von seinem Kühlschrank auf seinem Discord-Server gepostet. Und ja, da war ein Post-it drauf mit den Log-in-Daten zu seinem Netflix-Account. Ganz unschuldig, mitten neben der Milch und den alten Pizzakartons.

Natürlich haben das ein paar Leute gesehen. Ein paar Hunderttausend halt. Und was ist passiert? Innerhalb kürzester Zeit war der Account randvoll. Netflix hat ihm dauernd Mails geschickt wie „Ein neues Gerät nutzt deinen Account“. In seinem Video zeigt er, wie er plötzlich nicht mehr schauen kann, weil: „Zu viele Leute nutzen gerade deinen Account“. Auf Portugiesisch, auf Deutsch, auf was auch immer. Netflix war auf einmal multikulturell unterwegs. Und die Startseite? Völlig fremd. Neue Profile, neue Serien auf der Watchlist. Ich glaub, sogar „Emily in Paris“ war dabei. Ganz wild.

Das Lustigste (oder eigentlich Tragischste) an der Sache? Am Ende hat irgendein Spaßvogel das Passwort geändert. Einfach so. Damit war Boyko raus. Und die anderen wahrscheinlich auch. Zack, ausgetrickst vom eigenen Experiment.

Zum Glück war’s nicht sein echter Account. Er hat offenbar extra einen neuen erstellt, nur für diesen Stunt. Und hoffentlich auch direkt wieder gekündigt, bei 13,99 im Monat wär das sonst eine sehr teure Spielerei gewesen. Besonders bitter, wenn dann wer anderer am Ende übernimmt.

Ich find die Aktion sauwitzig, irgendwie anarchisch, aber auch total absurd. Was sagt das über uns als Internetgesellschaft? Dass wir keine Sekunde zögern, wenn’s was gratis gibt? Dass wir gern Teil von was Absurdem sind, wenn’s nur unterhaltsam genug ist? Sollte den Leuten mal Zugang zu meinen Garten geben, haha, was da wohl los wäre..

Boyko macht übrigens öfter solche Sachen. Letztens hat er mal über 800.000 Leute zu einem Zoom-Meeting eingeladen. Oder er hat eine Google-Präsentation von tausenden gleichzeitig bearbeiten lassen. So ein bisschen digitaler Wahnsinn mit System. Irgendwie faszinierend, aber auch ein bisschen traurig?

Was würdest du tun, wenn du plötzlich Zugriff auf den Netflix-Account eines Fremden hättest? Würdest du schauen, liken oder einfach still mitstreamen? Und was sagt das über uns alle aus?

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